Die Insel Ischia

Italienischer Name: Ischia

Fläche: 46,4 km²

Einwohner: ca. 70.000

Region: Kampanien

Lage

Geschichte

Klima

Freizeitmöglichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Küche und Spezialitäten

Unterkünfte auf der Insel

Urlaubsangebote

Die Gemeinden auf Ischia

Die Lage der Insel Ischia:

Die Insel Ischia

Die Lage der Insel Ischia

Etwa 30 Kilometer nordwestlich von Capri, fünf Kilometer östlich von Procida und 10 Kilometer östlich vom italienischen Festland gelegen, befindet sich im nördlichen Golf von Neapel die Insel Ischia. Einst durch vulkanischen Ursprung entstanden, verfügt die Insel noch heute mit dem Monte Epomeo über einen beinahe 790 Meter hohen Berg. Durch den Ursprung des Eilands besitzt diese auch heute noch über heiße Quellen, die einen Teil der Insel prägen.

Die Geschichte der Insel Ischia:

Im achten Jahrhundert vor Christus wurde die Insel ursprünglich von den Griechen besiedelt – nachdem sie bereits seit über 6000 Jahren auf eine Geschichte voller Eroberungen, Piratenzüge und Vulkanausbrüchen zurückblicken konnte – die hier die Stadt Pithekoussai gründeten, die – wenn auch wissenschaftlich umstritten – wahrscheinlich die erste Kolonie der Griechen war.

Monte Epomeo auf Ischia

Monte Epomeo auf Ischia

Ihr Ruhm hielt jedoch nur wenige Jahre und die Griechen verließen die Insel wieder um auf dem Festland zu siedeln. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte war die Insel eher ein verschlafenes Eiland, welches nur durch die Errichtung eines sarazenischen Piratenstützpunkts ab 831 nach Christus für einige Jahrzehnte zu einem fragwürdigen Ruhm gelangte. Ein Vulkanausbruch im Jahre 1301 und ein Erdbeben im Jahr 1883 zerstörten Teile der Insel samt ihrer Dörfer, sorgten teilweise aber auch für die Entstehung von heißen Quellen. Seit etwa der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Ischia als Tourismusgebiet aber immer beliebter und kann heute jährlich bis zu fünf Millionen Besucher verzeichnen, von denen 10% Deutsche sind. Auch diente die Insel seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vielfach als Kulisse für eine Vielzahl an Filmen, zu denen zum Beispiel auch „Cleopatra“ mit Liz Taylor und Richard Burton zählte.

Das Klima auf Ischia:

Ischias Klima ist typisch mediterran mit milden Wintern und warmen bis heißen Sommern. Im Winter liegen die Durchschnittstemperaturen zwischen 5° und 10°, im Sommer zwischen 20° und 30°. Besonders in den heißen Monaten Juli und August steigen sie teilweise auch auf über 30°, werden aber durch einen meist leichten Wind vom Gefühl her abgemildert. Die Wassertemperaturen sinken nie unter 14°, selbst im Winter nicht und erreichen im Sommer auch problemlos die 25° im Schnitt.

Freizeitmöglichkeiten auf der Insel:
Strand auf Ischia

Strand auf Ischia

Ein Urlaub auf Ischia bedeutet zunächst einmal sich erholen können, im nächsten Schritt dann kann man sich vielen Freizeitmöglichkeiten widmen, zu denen neben Wassersportarten wie Schwimmen, Tauschen, Schnorcheln und Segeln auch Wanderungen, Tagesausflüge auf das nahe gelegene Festland und Fahrrad fahren gehören. Wassersport ist besonders ab Mai bis Oktober zu empfehlen, wenn die Temperaturen angenehme Werte erreichen. Wandern und Radfahren bieten sich das ganze Jahr über an, jedoch sollte man bedenken, dass die Temperaturen im Juli und August teilweise unangenehm hoch für solche Aktivitäten sind und man im Winter Regenkleidung mit sich führt, da in der Zeit eher mit Regentagen gerechnet werden muss. Erholung – auch in den Thermalquellen – ist jedoch das ganze Jahr über möglich. Thermalbäder für den Wellnessurlaub auf Ischia gibt es mehrere auf der Insel, zu den besten gehört unter anderen der Negombo Park.

Sehenswürdigkeiten auf Ischia:
Castello Aragonese

Castello Aragonese

Sehenswürdigkeiten bietet die Insel zu Genüge, sei es natürlichem Ursprungs oder architektonische Bauwerke. Besonders hervorzuheben ist das Castello Aragonese – eine Festung auf einem Felsen vor der Inselküste liegend. Rund um die Festung befinden sich herrliche Anlagen mit Olivenbäumen, Palmen, Kakteen und Oleander, wie auch eine Vielzahl weitere Pflanzen, die hier prächtig gedeihen. Empfehlenswert ist auch Il Focolare am Monte Rotaro gelegen, wo man die kulinarischen Traditionen der Insel genießen kann. Die Baia di Sorgeto gilt als eine landschaftlich äußerst reizvolle Bahnstrecke, die man bei einem Aufenthalt auf Ischia einmal befahren sollte. Wie die Anlagen um das aragonesische Castello bietet auch La Mortella eine herrliche Gartenanlage, die man sich, ebenso wie die Giardini Ravino in Forio, unbedingt angeschaut haben sollte. Die Chiesa Santa Maria del Soccorso gilt als eine der schönsten Kirchen der Insel, die ein Besuch wert ist, wie auch der Monte Epomeo. Hier jedoch sollte man ein wenig Ausdauer mitbringen, denn der Wanderweg gehört zu den anspruchsvolleren.

Küche und Spezialitäten:

Ischias Küche ist geprägt von der Insel selber und der Region Kampanien. Auch hier finden sich vielfältige Speisen verschiedenartiger Pastasorten, Pizzen und maritime Spezialitäten wieder. Zudem bietet die Insel eine Vielzahl hervorragender Kaninchengerichte, die auf die spezielle Kaninchenzucht vor Ort zurückzuführen ist. Eines der berühmtesten Rezepte dahingehend ist das Coniglio all’ischitano, welches mit Kaninchen, Tomaten, Knoblauch, Basilikum, Wein und Olivenöl zubereitet wird und damit ausschließlich auf regionale Erzeugnisse zurück greift. Besonderer Beliebtheit und Berühmtheit erfreuen sich auf Ischia auch die einheimischen Weine, die vielfach von den Senioren der kleinen Hotels und Restaurants selber angebaut werden um den hauseigenen Gebrauch damit abzudecken. Auch Liköre wie der Limoncello werden gerne zum Essen gereicht und zumeist in eigener Herstellung fabriziert.