Die Region / Insel Sizilien

Italienischer Name: Sicilia

Fläche: 25.702,82 km²

Einwohner: ca. 5.000.000

Hauptstadt: Palermo

Lage

Geschichte

Klima

Freizeitmöglichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Küche und Spezialitäten

Urlaubsangebote

Die Lage von Sizilien:

Die Lage der Insel Sizilien

Die Lage der Insel Sizilien

Die autonome Region Sizilien – eine der Fünf des Landes – ist die südlichste Region und die größte Insel des Landes. Zu ihrem Gebiet zählt nicht nur die Insel Sizilien selber, sondern auch noch einige der vorgelagerten Inselgruppen. Vom Ionischen und Tyrrhenischen Meer umgeben, grenzt die Region im Osten direkt an Kalabrien – nur durch die Straße von Messina getrennt – an. Der nächste Nachbar über dem Meer im Süden ist Malta, im Südwesten Tunesien und im Nordwesten Sardinien. Sizilien zeichnet sich besonders durch den hohen Anteil an Berg- und Hügelland aus, wobei der höchste und beeindruckendste Berg der Region der noch aktive Vulkan Ätna – mit beinahe 3350 Metern über dem Meeresspiegel – ist.

Die Geschichte von Sizilien:

Die Insel und ihre angrenzende Region kann auf eine wechselhafte Vergangenheit zurückblicken, wurde sie auf Grund ihrer zentralen Lage doch stets als wichtiger Posten zwischen Europa und Afrika angesehen. Einst von den Sikanern, den Elymern und den Sikulern besiedelt, wurde das Gebiet ab achthundert vor Christus von den Griechen, den Karthagern und den Phönikern besiedelt. Auch die Punier waren eine Zeitlang Herren der Region und die Insel Sizilien gehörte viele Jahrhunderte Griechenland an. Um 410 vor Christus herum begangen die Karthager die Insel zu erobern und die Siedlungen der Griechen teilweise zu zerstören. Im Jahr 241 vor Christus, während des Ersten Punischen Krieges, wurde Sizilien zur ersten Provinz des späteren römischen Imperiums und gleichzeitig zu dessen wichtigsten Getreidelieferanten. Nach Untergang des Imperiums wurde Sizilien zunächst von den Vandalen und Ostgoten erobert, ehe die Region für weitere 300 Jahre in byzantinischen Besitz überging. Im 9. Jahrhundert eroberten die Insel die Araber und die Normannen folgten im 11. Jahrhundert. Unter diesen erlangte Sizilien eine neue Blütezeit, die zu kulturellen Meisterwerken führte. Nach den Normannen stritten sich die Spanier, die Österreicher, die Aragonesen und das Fürstenhaus Savoyen um die Insel, ehe sie letztlich 1861 im vereinten Königreich Italien eingegliedert wurde. Eine große Rolle in der neueren Geschichte spielte Sizilien noch einmal am 10. Juli 1943, als die Alliierten Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg hier landeten und von der Insel aus Italien – im Kampf gegen den Faschismus – zu erobern begangen.

Das Klima auf der Insel:

Das Klima Siziliens ist vom afrikanischen Kontinent geprägt und bietet selbst im Frühjahr und Herbst bereits warme bis heiße Temperaturen. Die durchschnittlichsten Minimaltemperaturen im Winter liegen fast nie unter Null Grad, von den höher gelegenen Regionen wie den Ätna – und auch hier erst ab 2500 Meter – einmal abgesehen. Im Sommer steigen die durchschnittlichen Maximalwerte auf 34° bis 38° an und mit dem Scirocco gelangen die heißen Winde Afrikas auf die Insel. Im Frühjahr ist das Wetter meist noch etwas unbeständig und auch im November/Dezember muss mit viel Regen gerechnet werden, sonst herrscht hier vor Allem – auch im Winter – die Sonne vor.

Freizeitmöglichkeiten auf Sizilien:

Sei es Trekking oder Mountainbiking, Radtouren oder Reiten, all dies sind Freizeitmöglichkeiten, mit denen man seinen Urlaub auf Sizilien das ganze Jahr über gestalten kann. Auch Tennis und so genanntes Birdwatching – Vogel- und Naturbeobachtungen – sind ganzjährig machbar. Skifahren ist nur zwischen Dezember und Februar in den Höhenlagen um den Ätna herum möglich und Schwimmen, Segeln, Surfen oder auch Tauchen bieten sich besonders in den Sommermonaten, letztlich aber schon ab April bis weit in den Oktober hinein an. Man sollte bei einem Strandaufenthalt allerdings beachten, dass man in den heißen Sommermonaten von Juni bis August nicht in der Mittagshitze liegen sollte, da sowohl Sonnenbrand als auch Sonnenstiche dann vorprogrammiert sind.

Die Sehenswürdigkeiten:
Die Kathedrale in Palermo

Die Kathedrale in Palermo

Sizilien ist ob seiner reichhaltigen Vergangenheit voll von Sehenswürdigkeiten einer einzigartigen Mischkultur. Nicht nur die Landschaften, die sich dem Besucher in einer herrlichen Schönheit präsentieren, von den Stränden und Steilküstenregionen über das Hügelland hinweg in die Bergregionen – nicht zuletzt der beeindruckende Vulkan Ätna, sondern vor Allem die kulturellen und architektonischen Errungenschaften der Vergangenheit sind es, die Sizilien so wunderbar und einzigartig machen. Dazu gehört zum Beispiel auch Taormina, eine kleine Stadt, die 300 vor Christus von den Griechen gegründet wurde und noch heute herrliche Bauten – unter Anderem ein griechisches Amphitheater – aus dieser Zeit ihr Eigen nennt. Auch Agrigento mit seinen vielen griechischen Tempelruinen zählt zu den Anziehungsmagneten der Insel und für Freunde der Historie ist ein Besuch hier ein absolutes Muss. Wer sich für sakrale Bauten interessiert, der wird in Monreale fündig, wo sich der wohl schönste Dom der gesamten Insel befindet. Letztlich ist vor Allem auch Catania eine einzige Sehenswürdigkeit. Die Stadt wurde zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt und bietet eine Vielzahl barocker Bauten zur Besichtigung. Doch eine der wohl schönsten Sehenswürdigkeiten ist die Gola dell’Alcantara, eine Schlucht mit interessanten und einmalig, teilweise bizarren, Felsformationen in der Nähe von Taormina, deren natürliche Anmut in Besuchern jedes Mal erneut Erstaunen erweckt. Mehr über Sehenswürdigkeiten auf Sizilien.

Küche und Spezialitäten:

Die sizilianische Küche ist eine Mischküche, wie auch ihre Vergangenheit von verschiedenen Herrschaften durchmischt war. Weinbau, Oliven und Honig von den Griechen, Hartweizen von den Römern, Stockfisch und Rouladen von den Normannen, Reis, exotische Gewürze, Zitrusfrüchte, Datteln, Nüsse, Mandeln und Marzipan von den Arabern und schließlich Auberginen, Paprika und Schokoladenherstellung von den Spaniern. Durch diese Durchmischung gilt die sizilianische Küche als eine der raffiniertesten und schmackhaftesten des ganzen Landes. Auf dem Speiseplan stehen vor Allem frisch und regional angebaute Nahrungsmittel und Pasta wie auch Reis sind Grundnahrungsmittel. Kräuter, Wildgemüse und diverse Sorten von Samen und Nüssen finden sich in ihr ebenso wieder, wie vor Allem im Küstengebiet Fisch und Meeresfrüchte. Fleischgerichte bestehen insbesondere aus Wild und Schwein, seltener aus Lamm und Rind. Schafsmilch ist ein wichtiges Grundmittel für diverse Käsesorten, die hier sehr beliebt sind. Zu ihnen zählen der Ricotta, der Cacciocavallo und der Pecorino. Besonders beliebt und bekannt – weit über Italien hinaus – sind aber die Süßspeisen der Region. Der Wein Siziliens ist vollmundig und sonnenverwöhnt und neben dem Nero d’avola ist es vor Allem der weltberühmte Marsala, mit dem man stets die italienische Insel verbindet und der ihren typischen Geschmack widerzuspiegeln scheint.