Aufwind für stagnierende Kulturprojekte Italiens

Trotz wirtschaftlich schwieriger Lage profitieren endlich bedeutende kulturelle Stätten Italiens von den neuesten finanziellen Zuschüssen durch die Politik, so erhalten beispielsweise Italiens Kinos und Opernhäuser Steuerhilfen.

Die staatlichen Fördermittel sind an Bedingungen gekoppelt – so sollen die Betreiber der kulturellen Einrichtungen Sanierungspläne vorlegen, die nicht ohne personelle Konsequenzen bleiben werden.

Rettungspläne für antike Stätten – Großprojekt Pompeji am Fuße des Vesuvs

Das weltberühmte Kulturerbe und archäologisches Highlight, Pompeji, steckt zweifellos in der Krise: Dass beispielsweise in der Gladiatorenschule Mauerstücke eingebrochen sind, ist nur ein Problem im generellen Verfall, der auch an Fresken und Wandmalereien zu sehen ist. Um das UNESCO-Weltkulturerbe zu retten, muss schnell etwas geschehen. Zusätzlich fehlt es an Personal, das die Bewachung der wertvollen antiken Stätten abdeckt, auch setzen Streiks einem störungsfreien Ablauf für Besichtigungen durch Touristen der faszinierenden Kulturstätte zu.

Pompeji

Gut erhaltene römische Statue im alten Pompeji

Pompeji wurde 79 n.Chr. durch einen Vulkanausbruch verwüstet, ihre Bewohner wurden davon mitten in ihrem Alltag eingeholt. Die vulkanische Erde konservierte die Stadt nahezu komplett, so dass sich heutige Besucher ein vollständiges Bild vom Leben in der Antike machen können – trotz vorherrschender Probleme bleibt die antike Kulturstätte ein äußerst sehenswerter Ort, den zu besichtigen es sich lohnt.

Pompeji – eine der beliebtesten Touristenattraktionen Italiens

Damit Pompeji wieder zu einem attraktiveren Besuchsmagneten wird, muss der im Jahr 2012 gefasste Aktionsplan schnellstens in die Tat umgesetzt werden – bis Dezember diesen Jahres gibt die Weltgemeinschaft Italien Zeit, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Im schlimmsten Falle droht dem Land der Entzug des UNESCO-Titels. Künftig müssen auch Fehlplanungen, wie beispielsweise die Anbringung einer Klimaanlage an eine der Fresken, vermieden werden. Doch die Betreiber strengen sich jetzt richtig an – knapp vierzig vordringliche Projekte werden angegangen, die spätestens bis 2014 fertiggestellt sein sollen. Kulturminister Massimo Bray will die schwere Aufgabe auch mit möglichst viel Transparenz in Angriff nehmen.