Papst Benedikt XVI. jetzt auch auf Twitter

Gläubige aus aller Welt können sich von nun an direkt mit dem Papst austauschen – auf der Kommunikationsplattform Twitter ist das seit Neuestem möglich. Der erste Twittereintrag des Papstes enthielt eine Begrüßung, sowie einen Segen, womit die Einladung zum Austausch eröffnet war.

Die Gelegenheit, eine Audienz beim Papst zu bekommen – in diesen Genuss kommen nur wenige Gläubige. Doch viele Christen und alle, die dem Glauben skeptisch gegenüberstehen, haben brennende Fragen an die Katholische Kirche, die sie von jetzt an sogar direkt an den Vatikan im Rom richten können. Auch Internetnutzer ohne Twitteraccount kommen in den Genuss des Angebotes, denn die so genannten Tweets können auf dem Portal von jedem auch ohne vorherige Anmeldung gelesen werden. Registrierte User erhalten die neuesten Nachrichten des Papstes automatisch.

Fragen an den Papst per Twitter – mehr Nähe zu den Gläubigen

Der Petersdom

Der Petersdom – Mittelpunkt von Vatikanstadt.

Schon kurz nach der ersten Twittermitteilung des Papstes zählte die deutsche Version des Portals über 30000 Nutzer, in der englischen wurden gar über 800000 so genannte Follower gezählt. Zwar folgen die Antworten des Papstes auf Fragen nicht im sonst üblichen Tempo des Kommunikationsportals – doch daran sollten sich die User nicht stören, denn immerhin ist das Angebot des Vatikans zu einem direkten Gesprächskontakt eine Chance, die Kritiker und Zweifler nutzen können, um ihre Anliegen direkt an den Papst zu richten. Die Papstbotschaften per Twitter werden mit insgesamt acht verschiedenen Accounts mehrsprachig herausgegeben. Nun muss sich zeigen, wie sich der Austausch entwickeln wird – ob die User auf drängende Fragen Antworten erhalten oder ob es sich bei den Stellungnahmen um eher pauschale Äußerungen handelt. Eine Chance bietet die Idee allemal: Sich den Fragen im direkten Gespräch mit der Bevölkerung zu stellen – damit geht der Papst auf Kritiker wie auf Gläubige gleichermaßen einen Schritt zu.