L’Aquila – Hauptstadt der Abruzzen

Italienischer Name: L’Aquila

Einwohner: ca. 73.000

Fläche: ca. 466,00 km²

Region: Abruzzen

Lage

Geschichte

Klima und Freizeitmöglichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Gastronomie und Unterhaltung

Urlaubsangebote

Die Lage von L’Aquila:

L'Aquila

Die Lage von L’Aquila

L’Aquila, die Hauptstadt der Region Abruzzen, liegt im Tal des Aterno, beinahe genau zwischen den Städten Rom im Westen – 116 Kilometer entfernt – und Pescara im Osten – 108 Kilometer Entfernung.

Die Geschichte von L’Aquila:

Die Stadt wurde im ausgehenden Mittelalter nach Anweisungen Kaiser Friedrichs II. errichtet und 1254 unter seinem Sohn Konrad IV. vollendet. Der Erzählung nach wollte Friedrich mit dem Ort nicht nur die Macht Neapels im Norden festigen, sondern auch 99 Dörfer – die in diesem Gebiet existiert haben sollen – an einem Punkt vereinen. Deshalb ist diese Zahl für die Bewohner der Stadt auch etwas Bedeutendes und sie findet sich in vielen Bauwerken auf unterschiedliche Art und Weise wieder. Im 15. Jahrhundert wurde L’Aquila zu einem Renaissancezentrum und galt zugleich als wichtigste Festungsstadt des neapolitanischen Königreiches. Gegen die sie später erobernden Spanier rebellierten die Bewohner jedoch ab 1528 und diese errichteten daraufhin zu ihrem eigenen Schutz und Verteidigung eine große Trutzburg, die bis heute allem standgehalten hat. Im Jahr 1786 wurde die Region von einem vernichtenden Erdbeben heimgesucht, weshalb ein Großteil der Bauten im nun barocken Stil neu errichtet werden mussten. Ein weiteres tragisches Erdbeben suchte die Stadt im Frühjahr 2009 heim. Mit der Vereinigung Italiens im Jahr 1861 erlitten die Region und deren Hauptstadt immense wirtschaftliche Einbußen und die Entwicklung dieser stagnierte lange Zeit, weshalb viele Menschen auch L’Aquila verließen, doch nach dem Zweiten Weltkrieg gelang es schließlich die regionale Wirtschaft zu stabilisieren und zu einem großen Aufschwung zu verhelfen, der weitestgehend bis heute anhält.

Klima und Freizeitmöglichkeiten in L’Aquila

Je nach Gusto ist die beste Reisezeit für L’Aquila das ganze Jahr über. Wintersportler werden in der kalten Jahreszeit in den Bergen rund um die Stadt ihre helle Freude haben und können sich hier sowohl über eine Schneegarantie als auch Durchschnittstemperaturen um die 0° im Januar erfreuen. Wanderer, Freunde von Städtereisen oder Erholungssuchende sind während des restlichen Jahres hervorragend in der Hauptstadt der Abruzzen aufgehoben. Im Herbst muss oft mit Niederschlag und Nebel gerechnet werden, doch bis Oktober herrschen vor Allem die Sonne und angenehme – noch nicht zu kalte – Temperaturen vor, so dass Wanderer hier die besten Bedingungen vorfinden, gleiches gilt auch im Frühjahr. Im Sommer kann es in den heißesten Monaten durchaus auch bis zu 28° warm werden, weshalb in der Zeit andere Freizeitmöglichkeiten ihre Vorzüge präsentieren. Sei es Rugby, welches sich in L’Aquila mit zwei verschiedenen Clubs großer Beliebtheit erfreut, dem Schwimmen im größten Schwimmbad der Stadt in der Viale Ovidio, der Möglichkeit in den umliegenden Bergen Paragliding zu betreiben oder im nahe gelegenen Golf Club San Donato in Santi dem erholsamen Hobby nachzugehen.

Sehenswürdigkeiten in L’Aquila:

Die Stadt gehört zu einer der interessantesten Städte Mittelitaliens, die eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Hier finden sich nicht nur eine große Menge an Kirchen und Fresken, die sowohl während des Barocks als auch während der Renaissance und dem Mittelalter entstanden, sondern auch herrliche Arkaden, Palazzi und vielfach wunderschöne Innenhöfe, die ihren eigenen Charme widerspiegeln. Ein Besuch in der Bernhardinbasilika war bis Anfang 2009 nicht wegzudenken, jedoch wurde sie während des Erdbebens im April desselben Jahres stark beschädigt, weshalb sie aktuell restauriert wird. Eine der ältesten Basiliken der Stadt ist die Kirche Santa Maria di Collemaggio, mit deren Bau man 1287 begann und die zu einem der beeindruckendsten Bauwerken der Stadt zählt. Ebendies kann man auch über das Kastell Forte Spagnolo sagen, welches während der Regierungszeit von Karl V. errichtet wurde, um die aufständischen Einwohner der Stadt zu beherrschen und die okkupierenden Spanier zu schützen. Heute befindet sich in dem Kastell das Nationalmuseum der Region Abruzzen, welchem man unbedingt einen Besuch abstatten sollte. Die Uhr des Rathausturms ist etwas ganz Besonderes, worauf die Bewohner sehr stolz sind. Diese schlägt 99 Mal, womit sie der Erzählung Tribut zollt, nach der die Stadt errichtet worden sein soll. Ebenso verhält es sich mit dem Brunnen Fontana delle 99 canelle, der aus entsprechend vielen Röhren, an deren Enden sich Masken befinden, das Wasser versprüht. Wer das Vergnügen hat Ende August seinen Urlaub in der Stadt zu verbringen, sollte zudem unbedingt auf das Perdonanza Celestiniana gehen, ein historisch-religiöses Fest, welches stets in der letzten Augustwoche stattfindet und aus Stadt und weiter Umgebung Unmengen Besucher anzieht.

Gastronomie und Unterhaltung:

Die gute Küche der Abruzzen genießen, dass kann man in Restaurants wie dem Ristorante Metro’Enopizzeria in der Via Tempera oder im Ristorante Il Drappo, welches zum Hotel 99 Canelle in der Via Borgo Rivera gehört, die beide einen hervorragenden Ruf zu guten Preisen und schönem Ambiente genießen. Ein anschließender Besuch in einer Bar ist beinahe ein Muss und kann zum Beispiel in der Bar Hollywood Cafe’ getätigt werden, welche im Osten der Stadt an der Via Leonardo Da Vinci liegt. Auch ist ein Besuch der Bar Caffe’ Garibaldi Enoteca interessant – außerhalb in San Marco an der Via Garibaldi Giuseppe gelegen – da man hier zudem die besten Weine probieren und verköstigen kann. Zudem bietet L’Aquila und seine Umgebung besonders im Sommer eine Vielzahl an Festen und Veranstaltungen, deren Besuch sich alle lohnen und besondere Highlights darstellen.