Die Region Apulien

Italienischer Name: Puglia

Fläche: 19.365,80 km²

Einwohner: ca. 4.070.000

Hauptstadt: Bari

Lage

Geschichte

Klima

Freizeitmöglichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Küche und Spezialitäten

Urlaubsangebote

Die Lage der Region Apulien:

Die Region Apulien

Die Lage der Region Apulien

Im Südosten Italiens gelegen, befindet sich die Region Apulien, welche sich entlang des Ionischen und Adriatischen Meeres erstreckt. Dabei grenzt sie im Westen an die Regionen Basilikata und Kampanien und im Norden an Molise. Nur ein ganz kleiner Teil der Region ist hier noch dem Appenin zugehörig, der Rest teilt sich in zwei etwa gleich große Gebiete des Hügellandes und der Ebene auf. Am Punta Palascìa befindet sich zudem der östlichste Punkt Italiens, von wo aus es nur noch achtzig Kilometer bis Albanien sind.

Die Geschichte der Region Apulien:

Bereits in der Steinzeit wurde das Gebiet von Menschen besiedelt und besonders um die Gegenden von Gargano und Salento herum fand man Zeugnisse dieser Siedlungen. Die ersten bekannten Bewohner jedoch waren die Daunier, die aus Ilyrien 1100 vor Christus hierhin auswanderten. Zwischen 750 und 550 vor Christus wurde das Gebiet dann von den Griechen kolonialisiert und Städte wie Tarent und Gallopoli entstanden unter griechischem Einfluss und wurden die berühmtesten Beispiele griechischer Enklaven. Im ausgehenden vierten Jahrhundert vor Christus wurde das Gebiet dann Zug um Zug von den Römern erobert, die in den nächsten 150 Jahren bis Brindisi eine der wichtigsten und zugleich ältesten Fernstraße – die Via Appia – erbauten. Doch im römischen Imperium war die Bedeutung Apuliens gering und es erlebte sogar Jahrhunderte am Stück Frieden. Erst mit der Völkerwanderung wurde das Gebiet in einzelnen Teilen wieder in das Zentrum der Geschichte geholt, als Justinian I. versuchte Italien zurück zu erobern. Fortan gehörte Apulien zu Byzanz, auch wenn die Sarazenen im 9. Jahrhundert versuchten das süditalienische Gebiet dauerhaft zu erobern. Erst den Normannen gelang es im Laufe des elften Jahrhunderts Süditalien für sich zu gewinnen und weniger als 200 Jahre später geriet ganz Süditalien in die Hände der Staufer, ehe bereits im beginnenden 14. Jahrhundert ein erneuter, steter Wechsel der Herrschaften stattfand. Unter ihnen das Haus der Anjou, die Spanier, die Osmanen und wieder die Spanier. Letztlich wurde es in Süditalien und damit auch in Apulien erst wieder dauerhaft ruhig, als die einzelnen Regionen sich 1860 dem vereinten Königreich Italiens anschlossen.

Das Klima in der Region:

Apuliens Klima ist mediterran warm und kann oftmals vom Klima des nahen afrikanischen Kontinentes profitieren. Die minimalen Durchschnittstemperaturen im Winter liegen meist zwischen 5° und 8° und Schnee ist nur in der Gebirgsregion bekannt. Auch tagsüber steigen die Temperaturen im Winter auf bis zu 20°, derweil die Sommertage – besonders in den heißen Monaten Juli und August – meist zwischen 42° und 45° warm werden. Nachts kühlt es in dieser Zeit selten auf weniger als 24° ab. Im Jahr regnet es hier nur um die 70 Tage, wobei als Regenzeit besonders der Winterzeitraum zu nennen ist. Im Sommer hingegen scheint die Sonne im Schnitt zwischen neun und elf Stunden und sorgt für herrlichstes Urlaubswetter.

Freizeitmöglichkeiten in der Region:

Apulien ist besonders für seine langen Strände und den vielfältigen Wassersportmöglichkeiten berühmt, die sich in dieser Region anbieten. Der Sommer ist für einen Urlaub am Strand natürlich am Besten geeignet, auch weil hier dann die Wassertemperaturen am Höchsten sind, jedoch sollte man die Sonne um die Mittagszeit herum meiden. Neben Schwimmen und Schnorcheln sind hier besonders Boot und Jetski fahren, Segeln und Surfen beliebt, aber auch Tauchen und Kiten. Im Landesinneren bieten sich vor Allem Radtouren, Golfen und Wandern an. Dies das ganze Jahr über und vor Allem von Herbst bis Frühjahr zu empfehlen, da im Sommer die Temperaturen für diese Aktivitäten oftmals zu extrem sind. Zudem bietet die Region eine Vielzahl an Wellness- und Sportzentren an, die man das ganze Jahr über nutzen und sich durchweg verwöhnen lassen kann.

Sehenswürdigkeiten in der Region Apulien:

Die Region Apulien ist ein uraltes Kulturland, gefüllt mit Sehenswürdigkeiten aus der Vorzeit, der Antike und des Mittelalters. Die Magna Grecia, wie die Gegend auch genannt wird, ist voller Zeugnisse über die Daunier, Griechen, Byzantiner und ihren Nachfolgern den Normannen, Staufern und all den Anderen Herrschaftsgeschlechtern. Besonders berühmt und beeindruckend ist das Castel del Monte, welches wie viele der auffallenden Baudenkmäler aus Zeiten von Friedrich II. (Barbarossa) stammt. Berühmt sind auch die weißgekalkten Rundbauten des Itra-Tales, welche mit Runddächern ausgestattet sind, die an Zipfelmützen erinnern. Bedeutende Sehenswürdigkeiten gibt es auch in den Orten Trani, Molfetta, Canosa und der Hauptstadt Bari, die über eine Vielfältigkeit an romanischen Bauten verfügen, die in Italien noch ihresgleichen sucht. Wer sich für die Daunier interessiert, der ist in der Umgebung von Foggia bestens aufgehoben, denn hier befinden sich reichlich Zeugnisse dieser frühgeschichtlichen Bewohner der Region. Interessant sind auch die vielen Höhlen Apuliens, die sowohl beeindruckende Zeichnungen, als auch teilweise noch beeindruckendere Saurierspuren beinhalten. Besonders zu empfehlen ist jedoch die Tropfsteinhöhle bei Castellana Grotte, die nicht nur die Größte der Region ist, sondern auch zu den Schönsten Europas zählt.

Küche und Spezialitäten:

Die apulische Küche ist geprägt durch das sonnenverwöhnte Klima und die Gastfreundlichkeit der Bewohner. Charakteristisch für die Region sind die antiken Olivenhaine, die hier überall zu finden sind und den wichtigsten Bestandteil für die Küche bieten: Oliven und deren Öl. Neben diesem sind auch der Wein und Getreide weitere wichtige Bestandteile der traditionsreichen Küche, die sehr homogen ist und doch gebietsweise mit Unterschieden aufwarten kann. Knoblauch, welches im Norden stark frequentiert wird, ist zum Beispiel im Süden der Region weniger zu finden, derweil hier dann eher die Zwiebeln bevorzugt werden. Durch die Nähe des Meeres hat die maritime Küche einen festen Anteil auf der apulischen Speisekarte. Neben Fisch ist in den Ebenen und dem Hügelland besonders Lamm, Hammel und Kaninchen beliebt. Kartoffeln finden sich hier eher selten, dafür wie in ganz Italien umso mehr Pastasorten und eines der bekanntesten und auch außerhalb Apuliens berühmtesten Dolce – die Torta di mandorla, die Mandeltorte, eine schon fast obligatorische Nachspeise der Region.