Die Region Lombardei

Italienischer Name: Lombardia

Fläche: 23.862,85 km²

Einwohner: ca. 9.600.000

Hauptstadt: Mailand

Lage

Geschichte

Klima

Freizeitmöglichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Küche und Spezialitäten

Urlaubsangebote

Lage der Region Lombardei:

Die Region Lombardei

Die Lage der Region Lombardei

Eine der bekanntesten oberitalienischen Regionen ist die Lombardei mit ihrer Hauptstadt Mailand. Im Norden grenzt sie an die Schweiz – mit den Kantonen Tessin und Graubünden, im Süden an die Emilia-Romagna, im Westen an das Piemont und im Osten sowohl an Venetien als auch ans Trentino-Alto Adige (Trentino-Südtirol). Die großen norditalienischen Seen, wie der Gardasee, befinden sich zu Teilen alle auf dem Gebiet der Lombardei: der Lago Maggiore als Grenze zum Tessin und dem Piemont, der Lago di Garda als Grenze zu Südtirol und Venetien und der Lago di Lugano als Grenzsee zum Kanton Tessin in der Schweiz. Wie fast alle norditalienischen Regionen, besitzt auch die Lombardei eine vielfältige Landschaftsstruktur, die von der alpinen Region im Norden, bis hin zu der flachen Poebene im Süden führt, welche zugleich auch das Entwässerungsgebiet der Region darstellt.

Die Geschichte der Region Lombardei:

Einst ein Teil der römischen Provin Gallia Transpadana, wurde die Region – nach dem Zerfall des Imperiums – mit ihrer damaligen Hauptstadt Mediolanum (Mailand) oftmals zum Spielball der Nationen. Während der Völkerwanderungszeit waren es zunächst die Westgoten, die die Region besetzten, dann die Hunnen, dann die Ostgoten und im beginnenden Mittelalter die Langobarden. Diese gaben der heutigen Region auch ihren Namen, denn seit ihrer Regentschaft heißt das Gebiet Langobardia, beziehungsweise Lombardia. Mit den europaweiten Herrschaftsansprüchen der Franken, geriet auch die Region unter ihre Regentschaft und ging später als Mittelpunkt des Königreiches in karolingische Hände. Durch die kommenden Kreuzzüge und die allgemeine Entwicklung Italiens und der deutschen Gebiete, erfuhren die lombardischen Städte einen immensen Wirtschaftsaufschwung, der die Region fortan zu einem der wichtigsten Wirtschaftspartner machte. In der frühen Neuzeit kämpften einmal mehr die Mächte um das Gebiet und in den folgenden Jahrhunderten erlebte die Gegend oftmals mehr Krieg als Frieden. Dies zog sich bis hin zum zweiten Weltkrieg, in dem hier von Mussolini nach ’43 die Repubblica Sociale Italiana gegründet wurde. Nach dem Krieg wurde die Lombardei wieder ein Teil der Republik Italien, welche jedoch immer wieder mit Sezessionsbestrebungen aufwartet, die in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sogar zur Gründung der Lega Nord führte.

Das Klima in der Region:

Die Region ist für ihr mildes mediterranes Klima bekannt, welches im Winter – ausschließlich in der Alpenregion – nur selten zu durchschnittlichen Minustemperaturen führt und im Sommer zu heißen – besonders in der Poebene – schwülen Tagen führt. Nachts liegen die Temperaturen im Winter im Schnitt meist zwischen null und fünf Grad, im Sommer kann es jedoch auch schon mal bis zu zwanzig Grad warm werden, derweil die Tage mit mittleren Temperaturen von dreißig und mehr Grad aufwarten, im Winter jedoch selten die zehn Grad übersteigen. Allerdings kann man in der Regel dafür im Sommer auch bis zu zehn Stunden Sonne und wenig Regen genießen, was einen Urlaub für Sonnenanbeter zu der Zeit perfekt macht.

Freizeitmöglichkeiten in der Region:

Gerade der Sommer, aber auch Frühjahr und Herbst sind für Unternehmen und Outdoor-Freizeitvergnügen in der Lombardei hervorragend geeignet. Hier kann man an den großen Seen, wie z.B. in Sirmione am Gardasee oder Bellagio am Comer See, den traditionellen Wassersportarten frönen und sich die Zeit mit Wasserski, Jetski oder Tauchen vertreiben. Der Lago Maggiore gilt zudem als das Angelparadies der Region und des ganzen Landes. Wandern und Mountainbiken bieten sich ebenfalls hervorragend in diesen Jahreszeiten an, besonders in der Alpenregion, teilweise aber auch in der Poebene. Zudem ist im Alpengebiet die Möglichkeit für Paragliding gegeben. Im Winter sind vor Allem alle Skisportarten in den Bergregionen möglich, während man sich in der Ebene eher mit Sightseeing und Städtetouren beschäftigen sollte.

Sehenswürdigkeiten in der Region Lombardei:
Der Mailänder Dom

Der Mailänder Dom

Die Lombardei bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, zu denen allen voran die Stadt Mailand zählt, welche mit dem Mailänder Dom, der Kirche Santa Maria delle Grazie – mit dem Fresko „Das Abendmahl“ von da Vinci – und so beeindruckenden Bauwerken wie das Castello Sforzesco und dem Cimitero Monumentale beeindruckt. Ein Aufenthalt hier sollte ein Muss sein, denn Mailand ist zum einen typisch Italienisch, zum anderen ungewohnt international und industriell. Doch auch Städte wie Mantua, Bergamo – eine mittelalterliche Stadt mit vollständig erhaltendem Mauerring, Pavia, Monza oder Mantova bieten Besuchern ein beeindruckendes Zeugnis jahrhundertealter Geschichte. Für Naturliebhaber sind die großen Seen und die umliegenden Alpen ein idealer Ort des Ausspannens und der beeindruckenden Landschaften, wie dies zum Beispiel im Val die Scalve oder in Presolana der Fall ist. Die Region ist voll von Klöstern, Schlössern, Burgen, mittelalterlichen und antiken Bauten, aber auch von großartigen Kunstschätzen und landschaftlichen Schönheiten, so dass ein jeder hier seinen Geschmack erfüllt findet.

Küche und Spezialitäten:

Die lombardische Küche ist, wie die meisten Nordküchen, eher bodenständig, deftig und einfach. Hier sind besonders die abwechslungsreichen Eintöpfe beliebt, wie zum Beispiel die zuppa pavese. Auch mögen die Lombarden gerne paniertes Fleisch, eine Tradition aus österreichischen Herrschaftszeiten. Eines der beliebtesten und bekanntesten Gerichte der Region ist das Ossobuco, ein Kalbshaxengericht, welches mittlerweile mindestens in Europa, teilweise sogar weltweit berühmt geworden ist, wie auch die typische Polenta, die in der Lombardei genauso zu Hause ist wie in der Nachbarregion Venetien. Die Spezialitäten der Region sind die verschiedenen Käsesorten, zu denen auch der Mascarpone, der Stracchino oder der Gran Lodigiano zählen. Zu den typischen Speisen zählt zudem der gelbe Risotto, Zunge und Hasen- und Taubenleber, wobei der Risotto in all seinen Varianten unbestritten die Nummer eins in der Küche ist. Vielfach wird dieser sogar direkt in der Region angebaut, wachsen hier doch fünf verschiedene Reissorten. Neben all dem rustikal-deftigen bietet die Region aber auch eine hervorragende Auswahl an Dolci, die mit zu der größten Auswahl des Landes zählt und unbestritten alle Gelüste zu erfüllen in der Lage ist.