Die Region Marken

Italienischer Name: Marche

Fläche: 9.694,06 km²

Einwohner: ca. 1.520.000

Hauptstadt: Ancona

Lage

Geschichte

Klima

Freizeitmöglichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Küche und Spezialitäten

Urlaubsangebote

Lage der Region Marken:

Die Region Marken

Die Lage der Region Marken

Die Marken, eine Region in Mittelitalien, ist umgeben von Meer und Bergen. Im Osten grenzt sie an die Adria, im Norden an die Emilia-Romagna. Im Süden liegen die Abruzzen und im Westen, an den Appenin angrenzend, liegen sowohl Umbrien als auch die Toskana und das Latium. Die Marken sind sowohl geprägt von der eher flachen Adriaküste mit ihren stark touristisch ausgelegten Gebieten, als auch von der Hügellandschaft, die sich in Richtung der Appeninen in immer höhere Zonen zieht.

Die Geschichte der Region Marken:

Die Geschichte der Marken reicht bis weit vor die Eroberung durch die Römer zurück, doch weiß man bis heute noch nur wenig aus dieser Zeit, außer dass sich umbrische Stämme dort niedergelassen hatten. Nach ihnen folgten auch hier die Etrusker und ab Ende des vorchristlichen sechsten Jahrhunderts wurden diese durch die Römer immer wieder bedrängt und schließlich im vierten Jahrhundert vor Christus endgültig von diesen eingenommen. Auch diese Region blieb nach dem Zerfall des Imperiums nicht von den Völkerwanderungen verschont, war jedoch zu dieser Zeit noch fest mit der Geschichte Umbriens vereint. Erst im Mittelalter wurde das Gebiet der Marken – welches damals zugleich ein Grenzgebiet des Römischen Reiches war – zu dem, welches es heute ist. Während in vielen Gebieten Italiens immer wieder große Schlachten um die Vorherrschaft in einzelnen Regionen stattfanden, waren die folgenden Jahrhunderte für diese Region beinahe beschaulich. Im elften und zwölften Jahrhundert war die Region als Lehen an Grafen vergeben worden, doch im Anschluss fiel es wieder zurück an die Kirche, die sie bis zum Jahr 1860 als päpstliches Legat verwaltete. Ab diesem Jahr jedoch wurde auch die Region Marken ein Teil des nun vereinigten Königreichs Italien.

Das Klima in der Region:

Die Marken sind klimatisch eine subtropische Region, in der es im Winter recht feucht ist. Sowohl das Meer als auch die nahem Berge sorgen dafür, dass es in dieser Region – im Vergleich zu den Umliegenden – zu dieser Jahreszeit ein weniger mediterranes Klima gibt. Es kommt dann des Öfteren zu Schneefall und vereisten Straßen und die minimalen Durchschnittstemperaturen liegen bei Minus fünf Grad, manchmal kann es sogar noch kälter werden. Auch die Maximalwerte steigen selten über den Gefrierpunkt. Der Sommer hingegen steht für ausgeprägte Hitzewellen und in den Sommermonaten regnet es nur selten. Temperaturen bis 40° tagsüber und nachts nur wenige Grad kühler sind zu den heißesten Zeiten im Juli und August dann keine Seltenheit und beinahe normal.

Freizeitmöglichkeiten in der Region:

Ein Urlaub in den Marken, der nicht ausschließlich am Strand verbracht werden soll, bietet sich vor Allem in den Monaten Mai, September und Oktober an. Hier ist die Hitze noch erträglich und die Nächte sind vergleichsweise kühl. Auch muss man nur selten mit Regen – dann meist mit kurzen, kräftigen Schauern oder Gewittern – rechnen. Das Meer bietet den größten Anziehungspunkt in der Region an, denn hier werden alle möglichen Wassersportarten angeboten und das obligatorische Sonnenbaden ist an kilometerlangen Sandstränden äußerst beliebt. Das Wasser ist dabei klar und angenehm warm im Sommer. Die Badesaison ist ab spätestens Mai bis Anfang Oktober geöffnet. Während der italienischen Betriebsferien in den ersten beiden Augustwochen sollte man allerdings von einem Urlaub an den markischen Stränden absehen, da diese dann von Einheimischen Besuchern überfüllt sind. In dieser Zeit bietet das Hinterland dafür einige herrliche Anlaufstellen, die in den höheren Lagen auch im Hochsommer durch eine von den Bergen kommende Brise oftmals noch recht angenehm sind und mit diversen Landgütern zum Erholen und Entspannen einladen.

Sehenswürdigkeiten in der Region Marken:

Auf den ersten Blick verfügt die Region über keine ins Auge stechenden Sehenswürdigkeiten und doch fängt in dieser Region die schönste Seite der Adria an und gerade die kleinen Details machen sie zu einem herrlichen Urlaubsort. Zum Beispiel der Ort Pesaro, in dem einst Gioacchino Rossini lebte. Eine wunderschöne Renaissancestadt mit bedeutenden Museen und beeindruckenden Palazzi. Orte wie Civitanova Marche oder Grottammare wiederum wissen geschickt das Strandleben mit Kunst, Kultur und architektonischen Sehenswürdigkeiten zu verbinden, so das ein Aufenthalt weder das Eine, noch das Andere missen lässt. Die Stadt Senigallia ist die wohl berühmteste der Marken, denn über sie schrieb bereits Dante in seinem Werk Paradiso, aber auch Goldoni, der eine Operette nach ihr benannte. Die kleine historische Stadt lädt nicht nur zum Verweilen ein, sondern bietet auch diverse reichhaltige Kunstgegenstände zum Bewundern. Dies ist ein besonderes Merkmal der Region, denn kaum eine der Städte verfügt nicht über ein Museum oder eine Kunstgalerie in denen Werke der großen Meister des Landes zu finden und zu bewundern sind. Durch die eher ruhige Vergangenheit sind zudem die meisten Bauten auch heute noch gut erhalten. Letztlich sollte man aber auch Ancona einen Besuch abstatten, die Hauptstadt der Region, welche bereits von den Griechen erbaut worden war und mit einer Vielzahl wunderbarer alter Bauten und eben beeindruckender Museen aufwarten kann.

Küche und Spezialitäten:

Die Küche der Marken gilt wie viele der italienischen Küchen als bodenständig ohne viel Schnickschnack dabei. Die Zutaten variieren stets saisonal abhängig und werden immer frisch verarbeitet. Das beliebteste Gericht der Region ist die Fischsuppe, die über dreizehn verschiedene Fischsorten beinhaltet. Sowieso herrscht vor Allem in den Küstengebieten die maritime Küche vor. Dennoch findet man auch hier viele Fleischspeisen – ganz besonders jedoch im Hinterland – welche vor Allem auf Wildgerichte basieren. Pasta – Nudeln in verschiedenen Sorten – und Trüffel gehören dabei genauso zum Speiseplan wie auch der einheimische Wein. Ein weiteres Highlight des kulinarischen Angebotes sind die regional angebauten Oliven, die gerne in gefüllter oder frittierter Form gereicht werden und die sich sowohl als Vorspeise als auch für den Happen zwischendurch größter Beliebtheit erfreuen.