Italiens Hauptstadt lockt mit einem tollen Ambiente, atemberaubenden Sehenswürdigkeiten und köstlichem Essen. Mit mehr als 15 Millionen Besuchern pro Jahr, zählt die Ewige Stadt zu den beliebtesten Städtezielen Europas.

Ein ganz besonderes Highlight der Stadt Rom, ist die traditionelle Wallfahrt der 7 Pilgerkirchen, welche im Jahr 1551 n. Chr. ihren Ursprung nahm. Eingeweiht wurde die sogenannte „pellegrinaggio delle sette chiese“ durch Pater Filippo Neri, der nach dem Besuch seiner Messen die rund 20 km lange Strecke durch die päpstlichen Basiliken der Stadt zu gehen pflegte.

Der aus Florenz stammende Priester wird oftmals auch als „zweiter Apostel Roms“ bezeichnet. Bis heute treten jährliche mehrere Tausend Gläubige aus aller Welt in die Fußstapfen von Filippo Neri und führen die tolle, mittelalterliche Tradition weiter fort.

Die 7 Pilgerkirchen unterteilen sich wie folgt:

Die sieben Pilgerkirchen bestehen unter anderem aus den vier Papstbasiliken:

  • San Pietro in Vaticano (Petersdom)
  • San Giovanni in Laterano (Lateranbasilika)
  • Santa Maria Maggiore (Basilika Groß Sankt Marien)
  • San Paolo fuori le Mura (Basilika Sankt Sebastian vor den Mauern)

Das Besichtigen dieser phänomenalen Kirchen lohnt sich übrigens nicht nur für Pilger, sondern für alle Arten von Touristen der Ewigen Stadt! Die Gotteshäuser beherbergen altertümliche Kunstschätze und bestechen mit einer wunderbaren Architektur. Des Weiteren gehören die folgenden Kirchen den 7 Pilgerkirchen Roms an:

  • Santa Croce in Gerusalemme
  • San Lorenzo fuori le Mura
  • San Sebastiano fuori le Mura
Der Petersdom in Rom

Der Petersdom in Rom

Noch heute treffen sich einige Tausend Christen jährlich, um die geführte Wallfahrt der sieben Pilgerkirchen Roms zu besuchen. Zwei Mal pro Jahr (im Mai und September) machen sich die Pilger auf die Reise, die lange Strecke zurückzulegen und die Kirchen nacheinander abzulaufen.

Für die meisten Besucher gilt der Petersdom dabei natürlich als das größte Highlight ihrer Pilgerreise. Der Besuch der Gräber der Apostel Peter und Paul, eine Audienz beim Papst, sowie zahlreiche weitere Highlights dieser spektakulären Reise werden Ihnen noch lange Jahre in Erinnerung bleiben. Die geführten Wallfahrten gibt es in der Regel bereits ab 600 Euro zu buchen.

Die vier Papstbasiliken und ihre Highlights:

  • San Pietro in Vaticano – Der Petersdom
    Als erstes Highlight dieser atemberaubenden Pilgerreise erwartet Sie die größte Kirche der Welt -der Petersdom. Er ist sozusagen das Herzstück der Vatikanstadt und mit mehr als 20.000 Besuchern pro Tag, der Touristenmagnet schlechthin. Der Bau dieser gigantischen Kirche samt ihrer unglaublichen Kuppel dauerte ganze 120 Jahre. Der Legende nach wurde der heilige Apostel Petrus genau dort gekreuzigt, wo sich die beeindruckende Kuppel des Doms heute befindet.
  • San Giovanni in Laterano
    Die Arcibasilica di San Giovanni in Laterano ist in ihrer Rangordnung, die zweitwichtigste Kirche Roms. Der Bau der Lateranbasilika wurde im Jahr 313 n. Chr. von Kaiser Konstantin in Auftrag gegeben. Im Laufe der Geschichte war die Kirche immer wieder schweren Plünderungen ausgesetzt, sodass sie gleich mehrfach restauriert werden musste. Als Highlight beherbergt die Basilika den Schrein des heiligen Johannes des Täufers.
  • Santa Maria Maggiore
    Die Kirche Santa Maria Maggiore gehört zu den sieben Papstbasiliken und genießt somit ebenfalls einen äußerst hohen Stellenwert. Errichtet wurde die Kirche um das Jahr 422-432 durch Papst Coelestin I. Seit einigen Jahren zählt die 75 Meter hohe Kirche sogar zum Unesco-Kulturerbe! Von den insgesamt 40 Marienkirchen der Ewigen Stadt, ist die Santa Maria Maggiore die Wichtigste und zudem Höchste ihrer Art.
  • San Paolo fuori le Mura
    Ganz in der Nähe des Tiberufers befindet sich die Basilika San Paolo fuori le Mura. Ihren Namen („Basilika St. Paul vor den Mauern“) verdankt die Papstbasilika ihrem Standort, da sie vor der Aurelianischen Mauern erbaut wurde. Die insgesamt gut 8.000 m² große Kirche wurde im Jahr 1823 durch einen schweren Brand beschädigt und dank großzügiger Spenden vieler Gläubiger wiederaufgebaut. Der Säulengang inmitten der Kirche beinhaltet äußerst sehenswerte Porträts aller Päpste!

Die Tradition des Pilgerns

Der Brauch des Pilgerns begann nicht erst mit der Entstehung des Christentums, sondern im ursprünglichen Sinne schon einige Zeit vorher. Bereits die alten Griechen, Römer und Germanen besuchten selbst ferne Tempelanlagen, um ihre Götter zu ehren. Dabei wurde Buße abgeleistet und sich mit Gott bzw. seinen Göttern verbunden, um ihm / ihnen näher zu kommen.

Noch heute heißt es „Der Weg sei das Ziel, nicht das Ankommen“! Als einer der ersten Pilger gilt Abraham, der laut Überlieferung loszog, weil Gott es ihm befahl. So verließ er samt seiner Frau, seinem Neffen und dessen Familie seine Heimat, um sich auf den Weg zu machen.

Einen regelrechten Hype erfuhr das Pilgern dann im Mittelalter, als es viele Menschen in die Metropolen um Rom, Jerusalem und Santiago de Compostela zog. Im späten Mittelalter konnte das Pilgern sogar vor Strafen wie der Todesstrafe bewahren. Im weiteren Verlauf der Geschichte diente es dann zunehmend als Gelegenheit, ferne Kulturen und Städte zu entdecken.

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