Die Region Basilikata

Italienischer Name: Basilicata

Fläche: 9.994,61 km²

Einwohner: ca. 590.000

Hauptstadt: Potenza

Lage

Geschichte

Klima

Freizeitmöglichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Küche und Spezialitäten

Urlaubsangebote

Die Lage der Region Basilikata:

Die Region Basilikata

Die Lage der Region Basilikata

Von den Regionen Kampanien im Westen, Apulien im Osten und Kalabrien im Südwesten umrahmt befindet sich die Basilikata im Mittelfuß des italienischen Stiefels. Die Region grenzt nur zu einem kleinen Stück an das Ionische Meer und verfügt im Landesinneren vor Allem über eine imposante Bergregion – unter anderem mit den Dolomiti Lucane – welche in einen vergleichsweise schmalen Streifen Hügelland in Richtung Meer übergeht.

Die Geschichte der Region Basilikata:

Die Geschichte der Basilikata deckt sich mit ihren Nachbarregionen, die zusammen die Magna Greca bilden. Auch sie war bereits weit in die Steinzeit hinein besiedelt und später von den Dauniern beherrscht worden. Nach den aus Illyrien Eingewanderten waren es die Griechen, die das Gebiet viele Jahrhunderte besiedelten und kulturell wie architektonisch stark beeinflussten. Erst zum Ende des vierten Jahrhundert vor Christus hin wurde die Region nach und nach von den Römern erobert, die diese bis zum Untergang des römischen Reichs in der Mitte des fünften Jahrhunderts inne hielten. Nach diesem Ereignis wechselten die Herrscher innerhalb der Magna Greca und somit auch innerhalb der Basilikata mehr oder minder regelmäßig. Nach den Römern folgten die Byzantiner, dann die Sarazenen, die Normannen und das Haus der Anjou. Auch die Spanier, die Osmanen und ein weiteres Mal die Spanier nahmen Besitz von der Region, ehe sie sich dem vereinigten Königreich im Jahre 1860 anschloss und seit Ende des zweiten Weltkrieges der Republik Italien angehört.

Das Klima in der Region:

Durch die unterschiedlichen Höhenlagen ist die Temperatur der Region diversen Differenzen ausgesetzt. Während es in den Gebirgsregionen im Winter durchaus mal zu Minustemperaturen und Schneefall kommt, ist an der Küste das Wetter meist beständig und winterlich warm, wenn auch mit vereinzelten Regentagen. Die durchschnittlichen Minimaltemperaturen liegen hier bei 6° bis 8°, die maximalen bei 10° bis 13°. Im Sommer liegt die Temperatur in den Höhenlagen bei angenehmen 25° im Schnitt, des Nachts auch bei nur 17° bis 18° doch in der Küstenregion und dem küstennahen Hinterland steigen sie ohne Weiteres auf bis zu über 30°, in den heißesten Monaten auch bis hin zu 40°, während die Nachttemperaturen nie wirklich unter 25° sinken.

Freizeitmöglichkeiten in der Region:

Im Winter ist es in den hohen Berglagen möglich etwas Wintersport zu betreiben, jedoch ist keine Garantie gegeben, dass es tatsächlich schneit oder gar kalt genug ist. Wandern oder Mountainbiketouren sind hier aber das ganze Jahr über möglich und bieten sich vor Allem im Frühjahr und Herbst an, wenn es weder zu kalt noch zu warm ist. In der Bergregion gibt es auch diverse Möglichkeiten zum Drachenfliegen und Paragliding vor beeindruckender Kulisse. Mit dem Pferd das Land zu erkunden ist hier allerdings genauso möglich wie zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Die Region verfügt zudem über die Möglichkeit zu Golfen oder Tennis zu spielen. Wer lieber dem Wassersport in seinem Urlaub zugetan ist, kann an dem schmalen Küstenstreifen alle Wünsche erfüllt sehen. Ob nun Angeln, Schwimmen, Tauchen, Boot fahren oder Segeln, alles ist hier möglich und sollte vor Allem zwischen April und Oktober genossen werden, wobei einzelne Freizeitaktivitäten wie Angeln oder Boot fahren auch das ganze Jahr über getätigt werden können.

Sehenswürdigkeiten in der Region Basilikata:

Zu den Sehenswürdigkeiten der Basilikata zählen einerseits natürliche Phänomene, andererseits aber auch eine Vielzahl an beeindruckenden Ortschaften und Bauten. So zum Beispiel der Steilküstenabschnitt Maratea, der imposant als eines der schönsten Badeparadiese der Republik bezeichnet werden kann. Kristallklares Wasser und eine üppige Vegetation sorgen hier für ein beeindruckendes Panorama. Auch die Dolomiti Lucane mit dem Parco Regionale di Gallipoli Cognato sind sehr beeindruckend und sollten während eines Urlaubes unbedingt besucht werden. Die antiken, architektonischen Überreste von Metaponto laden Besucher allerdings genauso ein, wie die Burg Melfi die noch aus der Zeit der Langobarden stammt. Orte wie Rivello – mitten in den Bergregionen – Craco oder Matera bieten einzigartige Bauwerke und Sichtweisen, wie Ferrandina oder die Hauptstadt Potenza. Eine Besichtigung des Weinbaugebietes Vulture bietet sich bei einem Aufenthalt in der Region ganz besonders an, denn hier wird einer der hochwertigsten Rotweine hergestellt, der vor Ort auf den Weingütern gerne gekostet werden darf.

Küche und Spezialitäten:

Die Küche der Region greift vor Allem auf saisonales und frisches Gemüse zurück, welches hier besonders Oliven, Tomaten, Peperoni, Kartoffeln, Gerste, Mais und viele andere Sorten sind. Ebenso ist Obst – besonders Zitrusfrüchte – ein Bestandteil des hiesigen Anbaus und der Speisen. Neben Ziege, Lamm, Schaf und Schwein spielt in der eher einfachen, einst als arme Leute geltenden Küche, Fleisch von anderen Tieren oder Fisch und Meeresfrüchte kaum eine Rolle. Die Salsiccia und die Pezzenta sind zwei der bekanntesten Fleischerzeugnisse aus der Region. Vom Schwein wird in der Regel auch alles verarbeitet, sogar das Blut, welches jedoch seltener in Wurst denn in der Süßspeise Sanguinaccio zu finden ist, die aus Schweineblut, Zimt, Schokolade und Nüssen besteht. Auch Käse in diversen Formen – genannt seien hier vor Allem der Pecorino und Caciocavallo – wie auch die Pasta in ihrer Vielfältigkeit spielen in der hiesigen Küche eine große Rolle. Zu allem wird gerne ein einheimischer Wein kredenzt, der auf eine bereits 2500 Jahre alte Tradition des Anbaus zurück greifen kann und als teilweise ausgezeichnet gilt.