Italienischer Name: Alghero

Einwohner: ca. 41.000

Fläche: ca. 225 km²

Region: Sardinien

Die Lage von Alghero:

Lage von Alghero

Die Lage der Stadt

Alghero liegt an der Nordwestküste von Sardinien auf einer kleinen Landzunge und ist an drei Seiten von Wasser umgeben. Ein internationaler Flughafen verbindet den Ort ganzjährig mit vielen Städte in ganz Europa.

Die Geschichte von Alghero

Alghero kann wie viele Orte Sardiniens auf eine bewegte und wechselhafte Geschichte zurückblicken. Im 11. Jahrhundert befreiten die genuesischen Doria die Stadt aus den Händen sarazenischer Piraten. Die Stadt wurde mit starken Festungsanlagen geschützt, da auch Pisa gern in den Ort einmarschiert wäre. Noch heute können die Fundamente der alten Stadtmauern besichtigt werden. Im 14. Jahrhundert machten die Spanier die Stadt zum Hauptstützpunkt des Hauses Aragon auf Sardinien. 200 Jahre lang konnten sich die Spanier durch ständigen Ausbau und Verbesserungen der Festungsanlagen halten. Erst 1720 fiel Alghero an Savoyen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Hafenstadt wegen ihrer günstigen Lage von den Alliierten bombardiert, die Schäden sind noch heute sichtbar. Der spanische Charakter der Stadt hat sich bis heute gehalten. Da die meisten Bewohner katalanischer Abstammung sind, steht Paella an vorderster Stelle der Speisekarte und manche Straßennamen sind zweisprachig ausgeschildert.

Klima und Freizeitmöglichkeiten in Alghero

Sardinien ist ein beliebtes Reiseziel für Segler, Wind- und Kitesurfer, da das ganze Jahr über verschiedene Winde wehen. Für Touristen, die etwas von der Insel sehen möchte, sind die Monate von April bis Juni sowie der September und der Oktober zu empfehlen. In dieser Zeit ist es tagsüber meist warm, aber nicht zu heiß und die Insel zeigt alle ihre Farben in voller Pracht. Wohlhabende Italiener überwintern wegen des milden Klimas gern in ihrem Ferienhaus in Alghero. Als Urlauber findet man komfortable Ferienhäuser für den Strandurlaub mit der Familie. Der traditionsreichste Badeort Sardiniens ist auch wegen seines Korallenvorkommens weit über die Insel hinaus bekannt und ist zu jeder Jahreszeit eine sehr lebendige Stadt. Im Januar und Februar enden z. B. Wettkämpfe im Unterwasserfischen mit einer Seeigel-Kirmes. Bei den Osterzeremonien gibt es mittelalterliche Prozessionen zu bewundern. Im Sommer finden viele Musikkonzerte und Festzüge statt und es gibt zahlreiche Boots-, Kunst- und Handwerksausstellungen. Auch Silvester finden viele Live-Veranstaltungen statt.

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Sehenswürdigkeiten in Alghero

Neptunsgrotte bei Alghero

Neptunsgrotte auf Sardinien

Die Altstadt von Alghero, die auf einem Felsvorsprung liegt, ist von dicken Mauern und sehenswerten Wachtürmen umgeben. Der Stadtkern ist nicht groß. Er bietet jedoch zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Die meisten Straßen innerhalb der Stadtmauer sind für den Autoverkehr gesperrt. Die oft engen, schattigen Gassen sind ideal zum gemütlichen Rundgang. Kein anderer Ort Sardiniens hat so viele Cafés, Restaurants, Hotels, Souvenir- und Korallenschmuckläden. Im Sommer pulsiert hier das Leben in der Altstadt zwischen den schönen Palästen, den eindrucksvollen Kirchen und den lebendigen Piazzen. Im Zentrum selbst empfiehlt sich der Besuch einiger schöner Kirchen und Paläste. Wenn Sie in der Umgebung baden wollen, bietet sich vor allem der feinsandige weiße Strand im Norden von Alghero an, der bis Fertilia reicht. Südlich der Stadt erstreckt sich eine eindrucksvolle Felsküste in Richtung Bosa eine der schönsten Panoramastrecken von Sardinien. Hier findet man immer wieder kleine Bademöglichkeiten. Empfehlenswert ist ein Ausflug zur Neptunsgrotte nahe dem Capo Caccia.

Gastronomie und Unterhaltung

In Alghero finden Artischocken, Tomaten, Spanferkel („porceddu“) und Ziegenkäse angemessenen Platz in den lokalen Rezepten, die alle sehr einfach zuzubereitet sind. Die Einwohner lieben Gerichte mit Hummer. Jedes Jahr zwischen Mai und Juni findet eine gastronomische Veranstaltung mit dem Titel „L’Aragosta nella cucina algherese“ („Hummer in der Küche von Alghero“) statt. Bei dieser Veranstaltung verwandeln verschiedenen Restaurants die Stadt in ein riesiges Meeresrestaurant und bieten Menüs auf Langustenbasis zu günstigen Preisen an. Die Auswahl an traditionellen, sardischen Süßspeisen variiert von „gueffos, aus Mandelteig bis hin zu den sogenannten „seadas“, bei denen es sich um mit Pecorino (Schafskäse) gefüllte Teigtaschen handelt, die in Öl frittiert, heiß serviert und mit Honig begossen werden. Bei den lokalen Weinen sind als Weißwein der duftreiche Vermentino di Gallura zu empfehlen, bei den Rotweinen ein Cannonau. Ausklingen lassen kann man den Abend in der Maracaibo Cocktailbar in der Via Lido.

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